Wettbewerbsjury

Die Wettbewerbsjury der VIDEONALE.17 bestand aus sechs Jurymitgliedern, die die insgesamt 1.136 Einsendungen aus 66 Ländern gesichtet und in einem mehrwöchigen Prozess eingehend diskutiert haben. Für die Ausstellung unter dem Thema REFRACTED REALITIES (Gebrochene Wirklichkeiten) wurden schließlich 30 Werke ausgewählt.

Eli Cortiñas
Geboren 1979 in Las Palmas de Gran Canaria, Spanien. Lebt und arbeitet als Künstlerin in Berlin, Deutschland. Sie war Gastdozentin an den Kunsthochschulen Kassel (2015-2017) und Mainz (2015) und erhielt Zuschüsse und Stipendien u. a. durch Fundación Botín, Córdoba, Spanien (2018), Rupert Residency, Vilnius, Litauen (2018), Film/Video Künstlerinnenprogramm des Berliner Senats (2017), Villa Sträuli, Winterthur, Schweiz (2017), Kunstfonds (2016), Goethe Institut, Turin (2015), Villa Massimo, Rom (2014). Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u a. im Museum Ludwig, Kunsthalle Budapest, Centre Pompidou, Marta Herford, Museum of Modern Art Moscow, Contemporary Art Center Vilnius; sowie im Rahmen internationaler Biennalen und Festivals wie z.B. Riga Biennale, Moscow International Biennale for Young Art, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen und Nashville Film Festival.

João Laia
João Laia ist Kurator und Autor mit einem Hintergrund in Sozialwissenschaften, Filmtheorie und zeitgenössischer Kunst. Zu seinen letzten Ausstellungen zählen Transmissions from the Etherspace (2017), La Casa Encendida, Madrid, H Y P E R C O N N E C T E D (2016), MMOMA - Moscow Museum of Modern Art (im Rahmen der 5th International Biennial of Young Art) und Hybridize or Disappear (2015), MNAC - National Museum of Contemporary Art, Lissabon. Er kuratierte zahlreiche weitere Ausstellungen, Performance-Programme und Screenings (CAC – Contemporary Art Center, Vilnius; im Rahmen der Internationalen Kurzfilmtage, Oberhausen; Moderna Museet, Stockholm; Contemporary Art Biennial Sesc_Videobrasil, São Paulo; Calouste Gulbenkian Foundation und MAAT, Lissabon; South London Gallery and Whitechapel Gallery, London. Laia schreibt für das Mousse Magazine, frieze, Spike Art Quarterly, Flash Art und Terremoto.

Tasja Langenbach
Studium der Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften in Erlangen, Leipzig und Barcelona. Seit 2004 Arbeit als freie Kuratorin und Autorin, u.a. für Galerie Anita Beckers, Frankfurt, ZKM Karlsruhe, Videonale Bonn, SoundTrack_Cologne/See the Sound, Folkwang Museum Essen. Jurytätigkeit u.a. bei European Media Art Festival Osnabrück, Videonale Bonn, Medienkunstpreis Marl, Nachwuchspreis für junge Künstler des Landes NRW, Kasseler Dokfest. Seit 2017 Lehrauftrag an der Hochschule Düsseldorf. Seit 2012 künstlerische Leitung der Videonale Bonn.

Matteo Lucchetti
Matteo Lucchetti ist italienischer Kurator, Kunsthistorikor und Autor. Sein Hauptinteresse richtet sich auf künstlerische Praxen, die die Stellung von Kunst und Künstler*in in der Gesellschaft befragen. Zu seinen kuratorischen Projekten zählen u. a. First Person Plural: Empathy, Intimacy, Irony, and Anger, BAK, Utrecht, 2018; Marinella Senatore: Piazza Universale. Social Stages, Queens Museum, New York, 2017; und De Rerum Rurale, 16th Rome Quadriennale, Rom, 2016. Dabei arbeitete Lucchetti mit Künstler*innen wie Lawrence Abu Hamdan, Nástio Mosquito, Jonas Staal, SUPERFLEX, Stefanos Tsivopoulos, Pilvi Takala, und Stephen Willats zusammen. Gemeinsam mit Judith Wielander leitet er seit 2010 das Visible project, initiiert und unterstützt durch die Pistoletto Foundation, Biella und Fondazione Zegna, Trivero. 2017-2018 war er als Kurator am BAK - basis voor actuele kunst, Utrecht, zuständig für Ausstellungen und Veranstaltungsprogramm.

Vanina Saracino
Vanina Saracino ist freie (Film-)Kuratorin und lebt und arbeitet in Berlin. Sie ist Mitbegründerin von OLHO, einem kuratorischen Projekt an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst und Kino, initiiert 2015 in Rio de Janeiro und São Paulo, das auch im Teatrino di Palazzo Grassi (2017) und im Palais de Tokyo (2018) gezeigt wurde. Von 2013 bis 2017 kuratierte sie eine monatliche Auswahl von Künstler*innenfilmen für den experimentellen Sender ikonoTV, und war dort ebenso für die Kollaborationen und Projekte mit Museen und Institutionen weltweit verantwortlich. Ihre jüngsten Projekte sind Earthly Mutations: Films From the Near Future (Salzburger Kunstverein, 2018); The Crisis of the Horizon (Small Projects, Tromsø, 2018); Lost Dimension (AMIFF, Harstad, 2017) und The Impossibility of an Island (im Rahmen von Open Ocean Space x COP23 der TBA21, Bonn und Laznia Centre for Contemporary Art, Gdansk, Polen, 2017).

Lesley Taker
Lesley Taker ist Kunstproduzentin, Kuratorin und Autorin und lebt und arbeitet in Liverpool, Großbritannien. Der Einfluss von Technologie auf zeitgenössische Kunstpraxen und -diskurse gehört zu ihren Interessensschwerpunkten, ebenso wie Kunst, die sich mit fließenden und durchlässigen Identitäten, veränderlichen Wahrheiten oder instabilen Narrativen auseinandersetzt. Sie ist Producer / Curator am FACT (Foundation for Art and Creative Technology) in Liverpool, wo sie mit aufstrebenden ebenso wie mit etablierten internationalen Künstler*innen für Ausstellungen, Veranstaltungen und Residencies zusammenarbeitet.