Festivalprogramm

Die Eröffnung der VIDEONALE.17-Ausstellung wird begleitet durch ein umfangreiches viertägiges Festivalprogramm vom 21. bis zum 24. Februar 2019 für das Fachpublikum und die interessierte Öffentlichkeit.

In unterschiedlichen Veranstaltungsformaten, die Vorträge, Diskussionsrunden und Performances ebenso einschließen wie Workshops und Videoscreenings, wird der thematische Schwerpunkt REFRACTED REALITIES möglichst umfassend und vielseitig beleuchtet.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen des Festivalprogramms ist frei.
Sofern nicht anders gekennzeichnet, finden die Veranstaltungen in englischer Sprache statt.
Informationen zur Akkreditierung folgen in Kürze.

Veranstaltungen

Datum

Sa
20.02

Sa
21.02

Sa
22.02

Sa
23.02

20.02
Zeit
20:00
Datum
20.02
Sektion
Eröffnung
Veranstaltung
Eröffnung der VIDEONALE.17

Im Rahmen der Eröffnung wird eine herausragende Arbeit mit dem Videonale Preis der fluentum collection ausgezeichnet.

Auditorium, Kunstmuseum Bonn
20.02
Zeit
20:00
Datum
20.02
Sektion
Performance
Veranstaltung
Performance: Maryna Makarenko, TUNING OF THE WORLD

Performance im Rahmen der VIDEONALE.17 Eröffnung

Maryna Makarenkos Sound-Performance ›Tuning of the world‹ ist die Weiterentwicklung ihres Videos ›Jellyfish‹, das in der V.17-Ausstellung gezeigt wird.

Kunstmuseum Bonn
21.02
Zeit
12:30
Datum
21.02
Sektion
Networking
Veranstaltung
Speed Dating

In kurzen und konzentrierten Runden stehen unsere internationalen Gäste aus dem Kunst- und Kulturbetrieb zum persönlichen Gespräch bereit. Das Speed Dating richtet sich ausschließlich an Künstler*innen.

Anmeldefrist: 04.02.2019
Anmeldung und weitere Informationen bei: Lisa Bosbach

Atelier, Kunstmuseum Bonn
21.02
Zeit
14:00
Datum
21.02
Sektion
Diskussionsrunde
Veranstaltung
Panel: Experiments in Art and Technology. Frühe Positionen und ihre Wirkung bis heute

Gespräch mit
Dr. Wibke von Bonin (ehem. Kulturredakteurin, WDR)
Jee-Hae Kim (Kunsthistorikerin/Doktorandin, Universität zu Köln)
Dr. Zabet Patterson (Associate Professor für zeitgenössische Kunst, Stony Brook University)
Moderation:
Dr. Dorothée Henschel (Medienwissenschaftlerin, Stadtmuseum Simonstift Trier)

Das Panel wirft Schlaglichter auf verschiedene historische künstlerische Positionen, die unter Verwendung damals neuartiger Technologien in Kollaboration mit Technikern und Ingenieuren innovative Arbeiten im Bereich der zeitbasierten Künste produziert haben. »Experiments in Arts and Technology« (gegründet 1967), die Fernsehshow »Black Gate Cologne« (WDR, 1969) oder die »Direct Media Association« (gegründet 1978) stehen exemplarisch für die sich rasch entwickelnden Beziehungen zwischen Kunst und Technik. Darüber hinaus wird der bis heute spürbare Einfluss auf die zeitbasierten Kunstformen diskutiert.

Hinweis: Im Kleinen Auditorium läuft ganztägig ein Programm mit Arbeiten der im Panel vorgestellten Projekte.

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
21.02
Zeit
15:30
Datum
21.02
Sektion
Vortrag
Veranstaltung
Vortrag: Dr. Erika Balsom, Amor Mundi: Dokumentation, zeitgenössische Kunst und die beschreibende Funktion der Fotografie

Dr. Erika Balsom (Dozentin für Filmwissenschaft, King’s College London)

Spätestens seit der »Documenta 11« im Jahr 2002 gelten dokumentarische Praktiken als ein wesentlicher Bestandteil der zeitgenössischen Kunst. Der Vortrag identifiziert und diagnostiziert einen Trend in der aktuellen Theoriedebatte um das Dokumentarische: die Herabwürdigung des ›Oberflächlichen‹. Ich untersuche, in welcher Weise diese Positionen aus der postmodernen Repräsentationskritik in den 1990er Jahren hervorgegangen sind, um die Tragfähigkeit ihrer Argumente in unserer heutigen Ära ›alternativer Fakten‹ in Frage zu stellen. Was wäre, wenn das schlichte Erfassen der Oberflächen unserer physischen Realität nicht als oberflächlicher Akt verstanden würde, der jeglicher Kreativität entbehrt, sondern als ethischer Akt der Einstimmung, der uns wieder eine Ahnung einer miteinander geteilten Realität vermitteln kann?

Moderation: Pia Goebel (wissenschaftliche Mitarbeiterin/Doktorandin, Ruhr-Universität Bochum)

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
21.02
Zeit
17:00
Datum
21.02
Sektion
Vortrag
Veranstaltung
Vortrag: Julia Kloiber, Das goldene Zeitalter des Pessimismus oder die Zukunft beginnt hier

Julia Kloiber (Senior Fellow, Mozilla Foundation, Berlin)

Neue Technologien bieten enorme Möglichkeiten, bessere Zukünfte zu schaffen. Open-Source- und Basisprojekte in den Bereichen Ziviltechnologien, Datenkompetenz und Software-Infrastruktur sind Innovationsquellen und gemeinschaftsbildend. In diesem Vortrag wird erörtert, wie wir hinter düstere Sci-Fi-Dystopien blicken können und uns darauf konzentrieren, wie Technologien zur Verbesserung der Gesellschaft beitragen können.

Moderation: (tbc)

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
21.02
Zeit
18:00
Datum
21.02
Sektion
Führung
Veranstaltung
Führung (DE/EN): Jury Slots

Mitglieder der V.17-Wettbewerbsjury sprechen über die ausgestellten Arbeiten.

In deutscher oder englischer Sprache.

Treffpunkt: Foyer, Infotheke

Kunstmuseum Bonn
21.02
Zeit
19:00
Datum
21.02
Sektion
Bar
Veranstaltung
Clown Café

ab 19:00 Uhr

Das Clown Café ist ein performativer Ort, an dem es Snacks und Getränke gibt. Die Clowns haben ihre eigene Logik für die Umsetzung der Kundenwünsche. Hier driftet man langsam in eine andere Zeitlichkeit über. Es finden intime kleine Begegnungen statt, die für alle Beteiligten wesentlich beständiger sind als die Schaumkrone auf dem Bier.

Künstlerforum Bonn
21.02
Zeit
21:00
Datum
21.02
Sektion
Performance
Veranstaltung
Performance: Lázara Rosell Albear, UNSURROUNDED XIV

Lázara Rosell Albear

*Die Zukunft der Kommunikation - Entfremdung - im Hintergrund.
*Parametrische Ton- und Bewegungsmanipulation der projizierten Bilder unter Verwendung benutzerdefinierter Schnittstellen.
*Input führt nicht notwendigerweise zum erwarteten Output.
*Ursachen haben keine vorher festgelegten Folgen.
*Keine Begrenzungen Keine Grenzen.

'Never have I found the limits of the photographic potential. Every horizon, upon being reached, reveals another beckoning in the distance. As Always, I am on the threshold'.
W.Eugene Smith

Im Anschluss:
Music & Drinks

Künstlerforum Bonn
22.02
Zeit
11:30
Datum
22.02
Sektion
Diskussionsrunde
Veranstaltung
Panel: Erzählung und Gegenerzählung – der andere Blick durch die Kamera

Gespräch mit
Felipe Castelblanco (Künstler/Doktorand, Hochschule für Gestaltung Basel)
Maryam Tafakory (Künstlerin V.17, London)
Dmitry Vilensky (Künstler V.17/Gründungsmitglied Chto Delat, Moskau)
Moderation:
Aurora Rodonò (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität zu Köln)

Gegenerzählungen sind Erzählungen, die sich auf eine dominante Erzählung beziehen, um diese neu zu schreiben. Präsentiert und diskutiert werden verschiedene künstlerische Projekte, die sich durch eine andere, von der vorherrschenden Sichtweise abweichende, Interpretation historischer Ereignisse auszeichnen oder einen anderen Anspruch auf die Wahrheit formulieren. Sie zielen explizit auf soziale Werte wie Toleranz, Offenheit, Freiheit ab und bieten impliziten oder expliziten Widerstand. Darüber hinaus wird dem Potenzial von Video-(Kunst) als Instrument für Empowerment und Partizipation nachgegangen.

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
22.02
Zeit
13:30
Datum
22.02
Sektion
Diskussionsrunde
Veranstaltung
Panel: Journalistische Techniken als künstlerisches Mittel der Intervention

Gespräch mit
Mareike Bernien (Künstlerin V.17, Berlin)
Alex Gerbaulet (Künstlerin V.17, Berlin)
Oliver Ressler (Künstler V.17, Wien)
Dr. Sabine Maria Schmidt (Kuratorin, Düsseldorf)
Moderation:
Maria Engelskirchen (Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Doktorandin, WWU Münster)

Das Panel legt den Fokus auf aktuelle künstlerische Arbeiten, die auf der Adaption dokumentarischer oder journalistischer Techniken basieren. Dabei interessieren Strategien der Hervorbringung von Gegenerzählungen und damit einer Gegenöffentlichkeit ebenso wie die Reflexion über die eigene künstlerische Praxis im Sinne einer ebenfalls medial konstruierten Form der Wahrheit. In welcher Wechselbeziehung stehen die Erzählungen des Dokumentarischen und der medialen Künste und welche neuen Bildsprachen zeichnen sich ab?

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
22.02
Zeit
16:00
Datum
22.02
Sektion
Lecture Performance
Veranstaltung
Lecture Performance: Zach Blas, Body Horror

Zach Blas (Künstler/Dozent für Visual Cultures, Goldsmiths University London)

In diesem Vortrag wird das Setting der Flughafensicherheit durch das Genre des Body-Horror-Kinos neu interpretiert, wobei Körperscans und biometrische Bilder die Hauptakteure sind. Diese digitalen Körper werden um der Risikovorsorge willen inspiziert, traktiert und analysiert. Aber wie können solche Handlungen provozieren oder abschrecken, wenn – unabhängig davon, wie gewaltsam sie durchgeführt werden – die digitalen Renderings keinerlei körperliche Verletzungen aufweisen?

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
22.02
Zeit
17:00
Datum
22.02
Sektion
Führung
Veranstaltung
Führung (DE/EN): Artist Slots

Künstler*innen der V.17 sprechen über ihre Arbeit.

In deutscher oder englischer Sprache.

Treffpunkt: Foyer, Infotheke

Kunstmuseum Bonn
22.02
Zeit
19:00
Datum
22.02
Sektion
Bar
Veranstaltung
Clown Café

ab 19:00 Uhr

Das Clown Café ist ein performativer Ort, an dem es Snacks und Getränke gibt. Die Clowns haben ihre eigene Logik für die Umsetzung der Kundenwünsche. Hier driftet man langsam in eine andere Zeitlichkeit über. Es finden intime kleine Begegnungen statt, die für alle Beteiligten wesentlich beständiger sind als die Schaumkrone auf dem Bier.

Künstlerforum Bonn
22.02
Zeit
21:00
Datum
22.02
Sektion
Performance
Veranstaltung
Performance: Echo Ho, XIAOQING

Echo Ho

›Xiaoqing‹ übersetzt sich in ›kleines Grün‹, eine bizarre live Musik-Video Prosa. Gleich der kleinen grünen Schlange in der fantastischen Geschichte handelt diese Performance von den zwei unsterblichen Schlangengeistern. Darüber hinaus ist ›Xiaoqing‹ der Spitzname der Künstlerin aus ihrer Kindheit. Auf der Bühne ist Xiaoqing eine Schamanin, die die ›eingeschlichenen Erinnerungen‹ zu einer ›ephemeral tapestry‹ in Sound und Bild überträgt. Die Geschichte, die sie erzählt, ist zugleich autobiografisch und kollektiv: die Wahrnehmung von Glauben, Identitäten, Technologien sowie Metamorphosen von Köper und Lebensräumen inmitten der globalen Umwelt.

Im Anschluss: VIDEONALE.17 Party

Künstlerforum Bonn
22.02
Zeit
22:00
Datum
22.02
Sektion
Party
Veranstaltung
VIDEONALE.17 Party

Musik von Kame House (Infuso Giallo & uomo di carne)

Kame House Records wird von Infuso Giallo und uomo di carne betrieben. Obwohl das Label 2017 gegründet wurde, gibt es Kame House als DJs und als Idee schon länger. Neben ihrer Tätigkeit im legendären Kölner Pop-Up-Club K5 (z. B. zusammen mit I-F, Traxx, Bufiman, Lena Willikens, Moscoman) spielten die beiden DJs an Standorten in ganz Deutschland. Musikalisch ist der Output nicht auf ein Genre beschränkt, sondern auf exotischen Eklektizismus.

Künstlerforum Bonn
23.02
Zeit
11:30
Datum
23.02
Sektion
Diskussionsrunde
Veranstaltung
Panel: Controlling Datapolis. Machtstrukturen in erweiterten Realitäten und digitalen Stadtlandschaften

Gespräch mit
Yasemin Keskintepe (Kuratorin und Forscherin)
Stéphanie Lagarde (Künstlerin V.17, Paris)
Dr. Albert Meijer (Professor für Public Innovation, Utrecht University)
Sander Veenhof (Freier Kurator)

Moderation:
Arjon Dunnewind (Generaldirektor IMPAKT, Utrecht)
Kurator:
Arjon Dunnewind

Videoüberwachung hat Städte zu technologisch verbesserten Strukturen gemacht, in denen die Sicherheit manchmal mit der Privatsphäre im Widerspruch steht. Wenn wir durch urbane Umgebungen navigieren, können wir zwar einerseits leicht auf Informationen zugreifen, es werden jedoch andererseits auch viele Daten von uns gewonnen. Welche Regulierungen können uns vor Missbrauch schützen? Wie können wir mit der Nutzung dieser Daten die Demokratie unterstützen und die Bürgerbeteiligung verbessern? Wie sehen Protest und ziviler Ungehorsam in der digitalen Stadt aus? Und wie können wir sicherstellen, dass erweiterte Realitäten im urbanen Raum frei und offen bleiben und nicht von den anderen Interessen des Handels bestimmt werden?

Das Panel findet in Kooperation mit dem IMPAKT Festival and Centre for Media Culture Utrecht statt.

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
23.02
Zeit
11:30
Datum
23.02
Sektion
Workshop
Veranstaltung
Workshop (DE): Arbeit am Portfolio

11:30 - 18:00 Uhr
Mit Dr. Stephanie Sarah Lauke (Kunst- und Medienwissenschaftlerin, Köln)

Die Präsentation der eigenen zeitbasierten Kunstprojekte im Portfolio bedeutet immer auch ihre Übersetzung in ein neues Medium. Anhand der Portfolios der Teilnehmenden des Workshops besprechen wir, welche Ansätze der visuellen und audiovisuellen Selbstpräsentation für zeitbasierte Künste bestehen. Davon ausgehend werden wir gezielte Dokumentations- und Präsentationsstrategien entwickeln und über das Portfolio als Format der Selbstpräsentation an sich sprechen.

Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.

Anmeldefrist: 04.02.2019
Anmeldung und weitere Informationen: Lisa Bosbach

Bibliothek, Kunstmuseum Bonn
23.02
Zeit
11:30
Datum
23.02
Sektion
Vortrag
Veranstaltung
Vortrag (DE): Dr. Stephanie Sarah Lauke, Probleme und Potenziale der Dokumentation zeitbasierter Künste

Dr. Stephanie Sarah Lauke (Kunst- und Medienwissenschaftlerin, Köln)

Projektionen, Installationen und Performances geraten in ihrer Dokumentation an eine Grenze: Zwischen dem Erleben im Ausstellungsraum und als Dokumentation findet eine raumzeitliche Verschiebung statt. Diese Verschiebung geht mit einer Reihe von Verständnisproblemen einher, die die Dokumentation zeitbasierter Künste besonders herausfordert. Im ersten Teil des Vortrages werden diese Probleme adressiert, im zweiten Teil wird mit dem ›Videowalk‹ ein Verfahren vorgestellt, die raumzeitliche Verschiebung in die Dokumentation zu integrieren.

Der Vortrag findet in deutscher Sprache statt.

Bibliothek, Kunstmuseum Bonn
23.02
Zeit
13:30
Datum
23.02
Sektion
Vortrag
Veranstaltung
Vortrag: Dr. Thomas Christian Bächle, Refracted Humans – Der Aufstieg des ›homo artificialis‹?

Dr. Thomas Christian Bächle (Ko-Forschungsprogrammleiter »Die Entwicklung der digitalen Gesellschaft«, HIIG Berlin)

Humanoide Roboter teilen mit sogenannten künstlichen Intelligenzen oft Eigenschaften, die uns gleichermaßen faszinieren und beunruhigen. Sie lernen, treffen autonome Entscheidungen und verarbeiten Informationen viel schneller als Menschen. Roboter sind jedoch mehr als nur eine computerbasierte Intelligenz: Mit ihrem mechanischen Körper sind sie dazu in der Lage, mit der Welt zu interagieren. Ihre menschenähnliche Gestalt macht sie zu sozialen Wesen, unseren Gefährten und Partnern. Sie ahmen unsere Gefühle nach, sie sind ein Spiegel unserer selbst – refracted humans.

Moderation: Luba Elliott (Kuratorin/Künstlerin, London)

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
23.02
Zeit
13:30
Datum
23.02
Sektion
Führung
Veranstaltung
Führung (DE/EN): Architecture Slot

Ausstellungsarchitektin Ruth M. Lorenz und künstlerische Leiterin der V.17 Tasja Langenbach sprechen über das Ausstellungsdisplay.

In deutscher oder englischer Sprache.

Treffpunkt: Foyer, Infotheke

Kunstmuseum Bonn
23.02
Zeit
14:30
Datum
23.02
Sektion
Diskussionsrunde
Veranstaltung
Panel: Internetkultur(en) – Widerstand und Möglichkeiten

Gespräch mit
Dr. Tatiana Bazzichelli (Direktorin Disruption Network Lab, Berlin)
Zach Blas (Künstler/Dozent für Visual Cultures, Goldsmiths University London)
Vera Tollmann (Kulturwissenschaftlerin/Publizistin, Berlin)
UBERMORGEN (Künstler/Professoren Kunsthochschule für Medien Köln)
Moderation:
Dr. Pau Waelder (freier Kunstkritiker/Kurator)

Das Panel untersucht den Einfluss der Internetkultur auf die Bildende Kunst. Von Interesse sind künstlerische Arbeiten, die im und für das Netz produziert werden, sowie alternative Entwürfe zum Status Quo. Welches demokratisierende Potential birgt das Internet, wie verändert es unsere Vorstellungen von Realität, Individualität, Originalität, Identität und Wahrheit? Ebenfalls beleuchtet werden Fragen nach Überwachung und Widerstand sowie der Kontrolle von Bildern und Informationen.

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
23.02
Zeit
16:00
Datum
23.02
Sektion
Diskussionsrunde
Veranstaltung
Panel (DE): Quotenlos glücklich? Zur heutigen Situation der Künstlerinnen in der Medienkunst

Gespräch mit
Lisa Long (Freie Kuratorin/Gründungsmitglied »And She Was Like: BAM!«, Köln)
Johanna Reich (Künstlerin, Köln)
Dr. Gabriele Schor (Direktorin der Sammlung Verbund, Wien) (tbc)
Moderation:
Dr. Mithu Sanyal (Kulturwissenschaftlerin/Autorin, Düsseldorf)

2017 wurde Hito Steyerl vom Kunstmagazin ArtReview zur einflussreichsten Person des Jahres in der zeitgenössischen Kunstwelt gewählt. In diesem Feld scheinen Frauen mehr Präsenz als je zuvor zu zeigen, müssen dennoch deutlich mehr investieren, um auf Augenhöhe mit ihren männlichen Kollegen zu kommen. Wie hat sich die Position der Frauen – Künstlerinnen, Kuratorinnen, Produzentinnen – in der Kunst in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Was hat sich hier nach der zweiten und dritten feministischen Welle verändert? Neben der strukturellen Funktion von Institutionen (Reizstichwort: Quote) soll dabei die Perspektive der Produzentinnen besonders in den Blick gerückt werden.

In deutscher Sprache.
Das Panel findet in Kooperation mit dem Landesbüro für Bildende Kunst statt.

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
23.02
Zeit
18:00
Datum
23.02
Sektion
Präsentation & Screening
Veranstaltung
Präsentation & Screening: Peter Zorn/EMARE, Zaun schärfen in Dunkeldeutschland

Peter Zorn (Manager der European Media Art Platform werkleitz.de/emare.eu)

Eine Auswahl von Filmproduktionen des European Media Artists in Residence Exchange (EMARE) -Programms und des Werkleitz - Zentrums für Medienkunst Sachsen-Anhalt, die sich mit dem diesjährigen Thema der Videonale Refracted Realities befasst.

Programm:
[ˈdʊŋkl̩ˌdɔɪ̯ʧlant], Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder, short film, Germany 2015
Zaun schärfen (Fence Sharpening), Leopold Kessler, performance-intervention, Germany 2010
Bottled Songs 3 & 4, Chloé Galibert-Laîné, France and Kevin B. Lee, short films USA / Germany 2018
Artifical Intelligence, Douglas Fishbone, interactive video kiosk, UK / Germany 2018
UMBRA, Johannes Krell, Florian Fischer, short film, Germany 2019

Auditorium, Kunstmuseum Bonn
23.02
Zeit
19:00
Datum
23.02
Sektion
Bar
Veranstaltung
Clown Café

ab 19:00 Uhr

Das Clown Café ist ein performativer Ort, an dem es Snacks und Getränke gibt. Die Clowns haben ihre eigene Logik für die Umsetzung der Kundenwünsche. Hier driftet man langsam in eine andere Zeitlichkeit über. Es finden intime kleine Begegnungen statt, die für alle Beteiligten wesentlich beständiger sind als die Schaumkrone auf dem Bier.

Künstlerforum Bonn
23.02
Zeit
21:00
Datum
23.02
Sektion
Performance
Veranstaltung
Performance: YOU ARE!

›You Are‹ ist ein Performance-Kollektiv aus Köln, das sich seit 2016 mit Formen des kollektiven Denkens und Erzählens auseinandersetzt. Ihre Sprach-Performance YOU ARE basiert auf einem simplen Algorithmus und wechselt beständig zwischen Beichte und Verhör. In rhythmischer Abfolge werden private und politische Äußerungen in ihre klanglichen Qualitäten aufgelöst und fortlaufend neue Bedeutungszusammenhänge generiert.

Im Anschluss:
Music & Drinks

Künstlerforum Bonn
Datum
Zeit
Veranstaltung
Ort
Sektion

Mi

20.02

20:00
Eröffnung der VIDEONALE.17

Im Rahmen der Eröffnung wird eine herausragende Arbeit mit dem Videonale Preis der fluentum collection ausgezeichnet.

Auditorium, Kunstmuseum Bonn
Eröffnung
20:00
Performance: Maryna Makarenko, TUNING OF THE WORLD

Performance im Rahmen der VIDEONALE.17 Eröffnung

Maryna Makarenkos Sound-Performance ›Tuning of the world‹ ist die Weiterentwicklung ihres Videos ›Jellyfish‹, das in der V.17-Ausstellung gezeigt wird.

Kunstmuseum Bonn
Performance

Do

21.02

12:30
Speed Dating

In kurzen und konzentrierten Runden stehen unsere internationalen Gäste aus dem Kunst- und Kulturbetrieb zum persönlichen Gespräch bereit. Das Speed Dating richtet sich ausschließlich an Künstler*innen.

Anmeldefrist: 04.02.2019
Anmeldung und weitere Informationen bei: Lisa Bosbach

Atelier, Kunstmuseum Bonn
Networking
14:00
Panel: Experiments in Art and Technology. Frühe Positionen und ihre Wirkung bis heute

Gespräch mit
Dr. Wibke von Bonin (ehem. Kulturredakteurin, WDR)
Jee-Hae Kim (Kunsthistorikerin/Doktorandin, Universität zu Köln)
Dr. Zabet Patterson (Associate Professor für zeitgenössische Kunst, Stony Brook University)
Moderation:
Dr. Dorothée Henschel (Medienwissenschaftlerin, Stadtmuseum Simonstift Trier)

Das Panel wirft Schlaglichter auf verschiedene historische künstlerische Positionen, die unter Verwendung damals neuartiger Technologien in Kollaboration mit Technikern und Ingenieuren innovative Arbeiten im Bereich der zeitbasierten Künste produziert haben. »Experiments in Arts and Technology« (gegründet 1967), die Fernsehshow »Black Gate Cologne« (WDR, 1969) oder die »Direct Media Association« (gegründet 1978) stehen exemplarisch für die sich rasch entwickelnden Beziehungen zwischen Kunst und Technik. Darüber hinaus wird der bis heute spürbare Einfluss auf die zeitbasierten Kunstformen diskutiert.

Hinweis: Im Kleinen Auditorium läuft ganztägig ein Programm mit Arbeiten der im Panel vorgestellten Projekte.

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
Diskussionsrunde
15:30
Vortrag: Dr. Erika Balsom, Amor Mundi: Dokumentation, zeitgenössische Kunst und die beschreibende Funktion der Fotografie

Dr. Erika Balsom (Dozentin für Filmwissenschaft, King’s College London)

Spätestens seit der »Documenta 11« im Jahr 2002 gelten dokumentarische Praktiken als ein wesentlicher Bestandteil der zeitgenössischen Kunst. Der Vortrag identifiziert und diagnostiziert einen Trend in der aktuellen Theoriedebatte um das Dokumentarische: die Herabwürdigung des ›Oberflächlichen‹. Ich untersuche, in welcher Weise diese Positionen aus der postmodernen Repräsentationskritik in den 1990er Jahren hervorgegangen sind, um die Tragfähigkeit ihrer Argumente in unserer heutigen Ära ›alternativer Fakten‹ in Frage zu stellen. Was wäre, wenn das schlichte Erfassen der Oberflächen unserer physischen Realität nicht als oberflächlicher Akt verstanden würde, der jeglicher Kreativität entbehrt, sondern als ethischer Akt der Einstimmung, der uns wieder eine Ahnung einer miteinander geteilten Realität vermitteln kann?

Moderation: Pia Goebel (wissenschaftliche Mitarbeiterin/Doktorandin, Ruhr-Universität Bochum)

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
Vortrag
17:00
Vortrag: Julia Kloiber, Das goldene Zeitalter des Pessimismus oder die Zukunft beginnt hier

Julia Kloiber (Senior Fellow, Mozilla Foundation, Berlin)

Neue Technologien bieten enorme Möglichkeiten, bessere Zukünfte zu schaffen. Open-Source- und Basisprojekte in den Bereichen Ziviltechnologien, Datenkompetenz und Software-Infrastruktur sind Innovationsquellen und gemeinschaftsbildend. In diesem Vortrag wird erörtert, wie wir hinter düstere Sci-Fi-Dystopien blicken können und uns darauf konzentrieren, wie Technologien zur Verbesserung der Gesellschaft beitragen können.

Moderation: (tbc)

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
Vortrag
18:00
Führung (DE/EN): Jury Slots

Mitglieder der V.17-Wettbewerbsjury sprechen über die ausgestellten Arbeiten.

In deutscher oder englischer Sprache.

Treffpunkt: Foyer, Infotheke

Kunstmuseum Bonn
Führung
19:00
Clown Café

ab 19:00 Uhr

Das Clown Café ist ein performativer Ort, an dem es Snacks und Getränke gibt. Die Clowns haben ihre eigene Logik für die Umsetzung der Kundenwünsche. Hier driftet man langsam in eine andere Zeitlichkeit über. Es finden intime kleine Begegnungen statt, die für alle Beteiligten wesentlich beständiger sind als die Schaumkrone auf dem Bier.

Künstlerforum Bonn
Bar
21:00
Performance: Lázara Rosell Albear, UNSURROUNDED XIV

Lázara Rosell Albear

*Die Zukunft der Kommunikation - Entfremdung - im Hintergrund.
*Parametrische Ton- und Bewegungsmanipulation der projizierten Bilder unter Verwendung benutzerdefinierter Schnittstellen.
*Input führt nicht notwendigerweise zum erwarteten Output.
*Ursachen haben keine vorher festgelegten Folgen.
*Keine Begrenzungen Keine Grenzen.

'Never have I found the limits of the photographic potential. Every horizon, upon being reached, reveals another beckoning in the distance. As Always, I am on the threshold'.
W.Eugene Smith

Im Anschluss:
Music & Drinks

Künstlerforum Bonn
Performance

Fr

22.02

11:30
Panel: Erzählung und Gegenerzählung – der andere Blick durch die Kamera

Gespräch mit
Felipe Castelblanco (Künstler/Doktorand, Hochschule für Gestaltung Basel)
Maryam Tafakory (Künstlerin V.17, London)
Dmitry Vilensky (Künstler V.17/Gründungsmitglied Chto Delat, Moskau)
Moderation:
Aurora Rodonò (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität zu Köln)

Gegenerzählungen sind Erzählungen, die sich auf eine dominante Erzählung beziehen, um diese neu zu schreiben. Präsentiert und diskutiert werden verschiedene künstlerische Projekte, die sich durch eine andere, von der vorherrschenden Sichtweise abweichende, Interpretation historischer Ereignisse auszeichnen oder einen anderen Anspruch auf die Wahrheit formulieren. Sie zielen explizit auf soziale Werte wie Toleranz, Offenheit, Freiheit ab und bieten impliziten oder expliziten Widerstand. Darüber hinaus wird dem Potenzial von Video-(Kunst) als Instrument für Empowerment und Partizipation nachgegangen.

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
Diskussionsrunde
13:30
Panel: Journalistische Techniken als künstlerisches Mittel der Intervention

Gespräch mit
Mareike Bernien (Künstlerin V.17, Berlin)
Alex Gerbaulet (Künstlerin V.17, Berlin)
Oliver Ressler (Künstler V.17, Wien)
Dr. Sabine Maria Schmidt (Kuratorin, Düsseldorf)
Moderation:
Maria Engelskirchen (Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Doktorandin, WWU Münster)

Das Panel legt den Fokus auf aktuelle künstlerische Arbeiten, die auf der Adaption dokumentarischer oder journalistischer Techniken basieren. Dabei interessieren Strategien der Hervorbringung von Gegenerzählungen und damit einer Gegenöffentlichkeit ebenso wie die Reflexion über die eigene künstlerische Praxis im Sinne einer ebenfalls medial konstruierten Form der Wahrheit. In welcher Wechselbeziehung stehen die Erzählungen des Dokumentarischen und der medialen Künste und welche neuen Bildsprachen zeichnen sich ab?

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
Diskussionsrunde
16:00
Lecture Performance: Zach Blas, Body Horror

Zach Blas (Künstler/Dozent für Visual Cultures, Goldsmiths University London)

In diesem Vortrag wird das Setting der Flughafensicherheit durch das Genre des Body-Horror-Kinos neu interpretiert, wobei Körperscans und biometrische Bilder die Hauptakteure sind. Diese digitalen Körper werden um der Risikovorsorge willen inspiziert, traktiert und analysiert. Aber wie können solche Handlungen provozieren oder abschrecken, wenn – unabhängig davon, wie gewaltsam sie durchgeführt werden – die digitalen Renderings keinerlei körperliche Verletzungen aufweisen?

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
Lecture Performance
17:00
Führung (DE/EN): Artist Slots

Künstler*innen der V.17 sprechen über ihre Arbeit.

In deutscher oder englischer Sprache.

Treffpunkt: Foyer, Infotheke

Kunstmuseum Bonn
Führung
19:00
Clown Café

ab 19:00 Uhr

Das Clown Café ist ein performativer Ort, an dem es Snacks und Getränke gibt. Die Clowns haben ihre eigene Logik für die Umsetzung der Kundenwünsche. Hier driftet man langsam in eine andere Zeitlichkeit über. Es finden intime kleine Begegnungen statt, die für alle Beteiligten wesentlich beständiger sind als die Schaumkrone auf dem Bier.

Künstlerforum Bonn
Bar
21:00
Performance: Echo Ho, XIAOQING

Echo Ho

›Xiaoqing‹ übersetzt sich in ›kleines Grün‹, eine bizarre live Musik-Video Prosa. Gleich der kleinen grünen Schlange in der fantastischen Geschichte handelt diese Performance von den zwei unsterblichen Schlangengeistern. Darüber hinaus ist ›Xiaoqing‹ der Spitzname der Künstlerin aus ihrer Kindheit. Auf der Bühne ist Xiaoqing eine Schamanin, die die ›eingeschlichenen Erinnerungen‹ zu einer ›ephemeral tapestry‹ in Sound und Bild überträgt. Die Geschichte, die sie erzählt, ist zugleich autobiografisch und kollektiv: die Wahrnehmung von Glauben, Identitäten, Technologien sowie Metamorphosen von Köper und Lebensräumen inmitten der globalen Umwelt.

Im Anschluss: VIDEONALE.17 Party

Künstlerforum Bonn
Performance
22:00
VIDEONALE.17 Party

Musik von Kame House (Infuso Giallo & uomo di carne)

Kame House Records wird von Infuso Giallo und uomo di carne betrieben. Obwohl das Label 2017 gegründet wurde, gibt es Kame House als DJs und als Idee schon länger. Neben ihrer Tätigkeit im legendären Kölner Pop-Up-Club K5 (z. B. zusammen mit I-F, Traxx, Bufiman, Lena Willikens, Moscoman) spielten die beiden DJs an Standorten in ganz Deutschland. Musikalisch ist der Output nicht auf ein Genre beschränkt, sondern auf exotischen Eklektizismus.

Künstlerforum Bonn
Party

Sa

23.02

11:30
Panel: Controlling Datapolis. Machtstrukturen in erweiterten Realitäten und digitalen Stadtlandschaften

Gespräch mit
Yasemin Keskintepe (Kuratorin und Forscherin)
Stéphanie Lagarde (Künstlerin V.17, Paris)
Dr. Albert Meijer (Professor für Public Innovation, Utrecht University)
Sander Veenhof (Freier Kurator)

Moderation:
Arjon Dunnewind (Generaldirektor IMPAKT, Utrecht)
Kurator:
Arjon Dunnewind

Videoüberwachung hat Städte zu technologisch verbesserten Strukturen gemacht, in denen die Sicherheit manchmal mit der Privatsphäre im Widerspruch steht. Wenn wir durch urbane Umgebungen navigieren, können wir zwar einerseits leicht auf Informationen zugreifen, es werden jedoch andererseits auch viele Daten von uns gewonnen. Welche Regulierungen können uns vor Missbrauch schützen? Wie können wir mit der Nutzung dieser Daten die Demokratie unterstützen und die Bürgerbeteiligung verbessern? Wie sehen Protest und ziviler Ungehorsam in der digitalen Stadt aus? Und wie können wir sicherstellen, dass erweiterte Realitäten im urbanen Raum frei und offen bleiben und nicht von den anderen Interessen des Handels bestimmt werden?

Das Panel findet in Kooperation mit dem IMPAKT Festival and Centre for Media Culture Utrecht statt.

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
Diskussionsrunde
11:30
Workshop (DE): Arbeit am Portfolio

11:30 - 18:00 Uhr
Mit Dr. Stephanie Sarah Lauke (Kunst- und Medienwissenschaftlerin, Köln)

Die Präsentation der eigenen zeitbasierten Kunstprojekte im Portfolio bedeutet immer auch ihre Übersetzung in ein neues Medium. Anhand der Portfolios der Teilnehmenden des Workshops besprechen wir, welche Ansätze der visuellen und audiovisuellen Selbstpräsentation für zeitbasierte Künste bestehen. Davon ausgehend werden wir gezielte Dokumentations- und Präsentationsstrategien entwickeln und über das Portfolio als Format der Selbstpräsentation an sich sprechen.

Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.

Anmeldefrist: 04.02.2019
Anmeldung und weitere Informationen: Lisa Bosbach

Bibliothek, Kunstmuseum Bonn
Workshop
11:30
Vortrag (DE): Dr. Stephanie Sarah Lauke, Probleme und Potenziale der Dokumentation zeitbasierter Künste

Dr. Stephanie Sarah Lauke (Kunst- und Medienwissenschaftlerin, Köln)

Projektionen, Installationen und Performances geraten in ihrer Dokumentation an eine Grenze: Zwischen dem Erleben im Ausstellungsraum und als Dokumentation findet eine raumzeitliche Verschiebung statt. Diese Verschiebung geht mit einer Reihe von Verständnisproblemen einher, die die Dokumentation zeitbasierter Künste besonders herausfordert. Im ersten Teil des Vortrages werden diese Probleme adressiert, im zweiten Teil wird mit dem ›Videowalk‹ ein Verfahren vorgestellt, die raumzeitliche Verschiebung in die Dokumentation zu integrieren.

Der Vortrag findet in deutscher Sprache statt.

Bibliothek, Kunstmuseum Bonn
Vortrag
13:30
Vortrag: Dr. Thomas Christian Bächle, Refracted Humans – Der Aufstieg des ›homo artificialis‹?

Dr. Thomas Christian Bächle (Ko-Forschungsprogrammleiter »Die Entwicklung der digitalen Gesellschaft«, HIIG Berlin)

Humanoide Roboter teilen mit sogenannten künstlichen Intelligenzen oft Eigenschaften, die uns gleichermaßen faszinieren und beunruhigen. Sie lernen, treffen autonome Entscheidungen und verarbeiten Informationen viel schneller als Menschen. Roboter sind jedoch mehr als nur eine computerbasierte Intelligenz: Mit ihrem mechanischen Körper sind sie dazu in der Lage, mit der Welt zu interagieren. Ihre menschenähnliche Gestalt macht sie zu sozialen Wesen, unseren Gefährten und Partnern. Sie ahmen unsere Gefühle nach, sie sind ein Spiegel unserer selbst – refracted humans.

Moderation: Luba Elliott (Kuratorin/Künstlerin, London)

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
Vortrag
13:30
Führung (DE/EN): Architecture Slot

Ausstellungsarchitektin Ruth M. Lorenz und künstlerische Leiterin der V.17 Tasja Langenbach sprechen über das Ausstellungsdisplay.

In deutscher oder englischer Sprache.

Treffpunkt: Foyer, Infotheke

Kunstmuseum Bonn
Führung
14:30
Panel: Internetkultur(en) – Widerstand und Möglichkeiten

Gespräch mit
Dr. Tatiana Bazzichelli (Direktorin Disruption Network Lab, Berlin)
Zach Blas (Künstler/Dozent für Visual Cultures, Goldsmiths University London)
Vera Tollmann (Kulturwissenschaftlerin/Publizistin, Berlin)
UBERMORGEN (Künstler/Professoren Kunsthochschule für Medien Köln)
Moderation:
Dr. Pau Waelder (freier Kunstkritiker/Kurator)

Das Panel untersucht den Einfluss der Internetkultur auf die Bildende Kunst. Von Interesse sind künstlerische Arbeiten, die im und für das Netz produziert werden, sowie alternative Entwürfe zum Status Quo. Welches demokratisierende Potential birgt das Internet, wie verändert es unsere Vorstellungen von Realität, Individualität, Originalität, Identität und Wahrheit? Ebenfalls beleuchtet werden Fragen nach Überwachung und Widerstand sowie der Kontrolle von Bildern und Informationen.

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
Diskussionsrunde
16:00
Panel (DE): Quotenlos glücklich? Zur heutigen Situation der Künstlerinnen in der Medienkunst

Gespräch mit
Lisa Long (Freie Kuratorin/Gründungsmitglied »And She Was Like: BAM!«, Köln)
Johanna Reich (Künstlerin, Köln)
Dr. Gabriele Schor (Direktorin der Sammlung Verbund, Wien) (tbc)
Moderation:
Dr. Mithu Sanyal (Kulturwissenschaftlerin/Autorin, Düsseldorf)

2017 wurde Hito Steyerl vom Kunstmagazin ArtReview zur einflussreichsten Person des Jahres in der zeitgenössischen Kunstwelt gewählt. In diesem Feld scheinen Frauen mehr Präsenz als je zuvor zu zeigen, müssen dennoch deutlich mehr investieren, um auf Augenhöhe mit ihren männlichen Kollegen zu kommen. Wie hat sich die Position der Frauen – Künstlerinnen, Kuratorinnen, Produzentinnen – in der Kunst in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Was hat sich hier nach der zweiten und dritten feministischen Welle verändert? Neben der strukturellen Funktion von Institutionen (Reizstichwort: Quote) soll dabei die Perspektive der Produzentinnen besonders in den Blick gerückt werden.

In deutscher Sprache.
Das Panel findet in Kooperation mit dem Landesbüro für Bildende Kunst statt.

Vortragsraum, Kunstmuseum Bonn
Diskussionsrunde
18:00
Präsentation & Screening: Peter Zorn/EMARE, Zaun schärfen in Dunkeldeutschland

Peter Zorn (Manager der European Media Art Platform werkleitz.de/emare.eu)

Eine Auswahl von Filmproduktionen des European Media Artists in Residence Exchange (EMARE) -Programms und des Werkleitz - Zentrums für Medienkunst Sachsen-Anhalt, die sich mit dem diesjährigen Thema der Videonale Refracted Realities befasst.

Programm:
[ˈdʊŋkl̩ˌdɔɪ̯ʧlant], Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder, short film, Germany 2015
Zaun schärfen (Fence Sharpening), Leopold Kessler, performance-intervention, Germany 2010
Bottled Songs 3 & 4, Chloé Galibert-Laîné, France and Kevin B. Lee, short films USA / Germany 2018
Artifical Intelligence, Douglas Fishbone, interactive video kiosk, UK / Germany 2018
UMBRA, Johannes Krell, Florian Fischer, short film, Germany 2019

Auditorium, Kunstmuseum Bonn
Präsentation & Screening
19:00
Clown Café

ab 19:00 Uhr

Das Clown Café ist ein performativer Ort, an dem es Snacks und Getränke gibt. Die Clowns haben ihre eigene Logik für die Umsetzung der Kundenwünsche. Hier driftet man langsam in eine andere Zeitlichkeit über. Es finden intime kleine Begegnungen statt, die für alle Beteiligten wesentlich beständiger sind als die Schaumkrone auf dem Bier.

Künstlerforum Bonn
Bar
21:00
Performance: YOU ARE!

›You Are‹ ist ein Performance-Kollektiv aus Köln, das sich seit 2016 mit Formen des kollektiven Denkens und Erzählens auseinandersetzt. Ihre Sprach-Performance YOU ARE basiert auf einem simplen Algorithmus und wechselt beständig zwischen Beichte und Verhör. In rhythmischer Abfolge werden private und politische Äußerungen in ihre klanglichen Qualitäten aufgelöst und fortlaufend neue Bedeutungszusammenhänge generiert.

Im Anschluss:
Music & Drinks

Künstlerforum Bonn
Performance